Wie ein Unfallgutachten Ihre Rechte sichern kann!

Die Rolle des KFZ-Sachverständigen bei einem Unfall — Teil 3

In den ers­ten bei­den Tei­len ist es sehr deut­lich gewor­den: Die Inan­spruch­nah­me eines unab­hän­gi­gen und qua­li­fi­zier­ten KFZ-Sach­ver­stän­di­gen ist ein wesent­li­cher Schritt nach einem Unfall. Der unpar­tei­ische Exper­te lei­tet eine schnel­le Begut­ach­tung des Unfall­fahr­zeugs ein, um ent­stan­de­ne Schä­den zeit­nah und detail­liert zu erfas­sen und die­se rechts­ver­bind­lich dar­zu­le­gen. Hier­bei erstellt er ein Scha­den­gut­ach­ten, wel­ches alle rele­van­ten Infor­ma­tio­nen über Betei­lig­te, Fahr­zeu­ge, Scha­den­um­fang, Scha­den­her­gang, Repa­ra­tur­kos­ten und Repa­ra­tur­weg beinhal­tet. Zudem wer­den die Fahr­zeug­wer­te ermit­telt, eine evtl. mer­kan­ti­le Wert­min­de­rung errech­net und anfal­len­de Neben­kos­ten, wie Miet­wa­gen­kos­ten oder Nut­zungs­aus­fall fest­ge­legt.

Was passiert nach der Begutachtung?

Nach Erstel­lung des Gut­ach­tens wird die­ses in der Regel sowohl an Sie als auch direkt an die Ver­si­che­rung geschickt. Mög­lich wäre auch, dass die Ange­le­gen­heit einem Rechts­an­walt über­ge­ben wur­de. In die­sem Fall erhält der Rechts­an­walt alle Unter­la­gen und lei­tet die­se dann ent­spre­chend an alle Stel­len wei­ter. Basie­rend auf die­sem Gut­ach­ten kön­nen die Repa­ra­tur­kos­ten oder der Wie­der­be­schaf­fungs­wert in Ver­bin­dung mit dem Rest­wert des Fahr­zeugs bezif­fert wer­den. Damit kann nun über Ihre Ansprü­che ent­schie­den wer­den. In man­chen Fäl­len kann es auch zu recht­li­chen Aus­ein­an­der­set­zun­gen kom­men, in denen das Gut­ach­ten als gericht­li­ches Beweis­mit­tel dient.

In der Zwi­schen­zeit haben Sie die Mög­lich­keit, bei nicht fahr­tüch­ti­gem Fahr­zeug, einen Miet­wa­gen in Anspruch zu neh­men. Andern­falls erhal­ten Sie für die Zeit des Aus­falls eine Nut­zungs­aus­fall­ent­schä­di­gung pro Kalen­der­tag. Die­se kann unter der Berück­sich­ti­gung ver­schie­dens­ter Aspek­te unter­schied­lich hoch aus­fal­len. Bei Haft­pflicht­schä­den wer­den die­se Kos­ten von der geg­ne­ri­schen Ver­si­che­rung über­nom­men.

Wann empfiehlt es sich einen Rechtsanwalt einzuschalten ?

Rechts­bei­stand emp­fiehlt sich in den meis­ten Fäl­len, wenn zwi­schen den betei­lig­ten Par­tei­en kei­ne Eini­gung über die Höhe der Scha­dens­er­satz­an­sprü­che erreicht wer­den kann. Dies kann bei­spiels­wei­se der Fall sein, wenn die Ver­si­che­rung die vom Gut­ach­ter fest­ge­stell­te Scha­dens­hö­he nicht aner­kennt, bzw. kürzt. Sel­bi­ges gilt, wenn die Schuld­fra­ge zwi­schen den Unfall­be­tei­lig­ten umstrit­ten ist. Zudem kann bei Ver­zö­ge­run­gen in der Scha­dens­re­gu­lie­rung die Ein­schal­tung eines Rechts­bei­stan­des sinn­voll sein. So kann eine fai­re und ange­mes­se­ne Lösung für alle Par­tei­en erreicht wer­den. In sol­chen Situa­tio­nen ist es rat­sam, einen Fach­an­walt für Ver­kehrs­recht hin­zu­zu­zie­hen, der Ihre Inter­es­sen vor­ge­richt­lich ver­tritt und Sie im Bedarfs­fall durch einen Pro­zess beglei­tet.

Vor Gericht hat ein pro­fes­sio­nell erstell­tes Scha­den­gut­ach­ten Bestand.

Ich wün­sche Ihnen eine gute Fahrt in den Mai und wün­sche Ihnen vie­le schö­ne Mai­fei­er­ta­ge!

Ihr Olaf Hel­le