Wenn Versicherungen die Schadensumme drücken

Fallstricke bei der Regulierung von Kfz-Schadensfällen — Teil 1

Ein Unfall ist stres­sig genug, doch was, wenn die Ver­si­che­rung des Ver­ur­sa­chers plötz­lich nach einem ein­ge­reich­ten Gut­ach­ten die Scha­dens­sum­me min­dert? Hin­ter die­sem Vor­ge­hen ste­cken oft Prüf­dienst­leis­tungs­fir­men, die beauf­tragt wer­den, um die Kos­ten, unter Zuhil­fe­nah­me von KI´s, zu sen­ken, selbst nach­dem ein detail­lier­tes & qua­li­fi­zier­tes Gut­ach­ten vor­ge­legt wur­de.

Nach dem Gutachten: Prüfdienstleistungsfirmen im Einsatz

Sobald ein Scha­dens­gut­ach­ten ein­ge­reicht wird, set­zen vie­le Ver­si­che­run­gen Prüf­dienst­leis­tungs­fir­men ein, um die Scha­den­sum­me zu drü­cken. Die­se Pra­xis führt häu­fig zu Kon­flik­ten zwi­schen dem rea­len Scha­dens­wert, den der Kfz-Sach­ver­stän­di­ge ermit­telt hat, und dem, was die Ver­si­che­rung zu zah­len bereit ist. Die­se Prü­fungs­fir­men sind nicht immer unab­hän­gig. Sie hin­ter­fra­gen die Schät­zun­gen nicht sel­ten ohne das Fahr­zeug tat­säch­lich gese­hen zu haben, was schluss­end­lich zu unfair, unan­ge­mes­sen und will­kür­lich gekürz­ten Zah­lun­gen führt.

Der Wert eines unabhängigen Kfz-Sachverständigen

Hier kommt der unab­hän­gi­ge Kfz-Sach­ver­stän­di­ge ins Spiel. Mit einer objek­ti­ven Bewer­tung des Scha­dens und einer fun­dier­ten Schät­zung kann er Ihnen hel­fen, die von Prüf­dienst­leis­tern will­kür­lich fest­ge­leg­ten Kür­zun­gen zu wider­le­gen. Ein soli­des Gut­ach­ten ist eine mäch­ti­ge Waf­fe im Kampf um eine fai­re Ent­schä­di­gung!

Fazit

Las­sen Sie sich nicht von den Tak­ti­ken der Ver­si­che­run­gen und deren Prüf­dienst­leis­tungs­fir­men ent­mu­ti­gen. Ein unab­hän­gi­ger Kfz-Sach­ver­stän­di­ger kann Ihnen ent­schei­dend dabei hel­fen, eine gerech­te Scha­dens­re­gu­lie­rung durch­zu­set­zen. Bewaff­net mit Fach­wis­sen und einem fun­dier­ten Gut­ach­ten, haben Sie eine star­ke Basis, um gegen unge­recht­fer­tig­te Kür­zun­gen vor­zu­ge­hen und die Ent­schä­di­gung zu erhal­ten, die Ihnen zusteht. Zie­hen aller­dings im Zwei­fels­fall einen Anwalt hin­zu.

Im nächs­ten Blog­bei­trag gehe ich auf einen ande­ren — nach wie vor aktu­el­len — „Trick“ der Ver­si­che­rer ein, mit wel­chem ver­sucht wird die Zah­lung der Scha­dens­sum­me voll­stän­dig zu ver­wei­gern.

In die­sem Sin­ne wün­sche ich Ihnen eine all­zeit gute und scha­den­freie Fahrt!

Ihr Olaf Hel­le